Werte FORT.CH Mitglieder
1. August – Feiertag. Für viele in der Schweiz lebende Personen einfach ein freier Tag, wo die Geschäfte geschlossen sind und wo man am Abend Feuerwerk ablassen und trinken kann.
Für echte Schweizer ein Feiertag, um den Geburtstag unserer Heimat zu gedenken. Wir dürfen stolz auf unser Land, unsere lange Geschichte, unsere Vorfahren und auf unsere tatkräftigen Bürger sein, welche sich dafür engagieren und ihren Beitrag dazu leisten! Wir haben ein einzigartig schönes und sicheres Land mit einer auf der Welt führenden Lebensqualität und einem sehr guten Gesundheitssystem. Das kam nicht einfach so, sondern dies musste erkämpft werden. Unser Land besitzt keine Bodenschätze und ist zudem zu Zweidritteln noch gebirgig. Der heutige Wohlstand wurde auch dank Schaffenskraft, Ideenreichtum, Zähigkeit und Stolz mit der nötigen Bescheidenheit erreicht. Wir leben also in einem selbst erschaffenen «Paradies», wofür Arbeit und Schweiss, sowie Entbehrungen nötig waren. Für unsere Unabhängigkeit haben unsere Vorfahren gekämpft und auch ihr Leben gelassen. So liegt der Freiheitsgedanke in den Ur-Genen eines Schweizers, denn dieser will, mit allen Konsequenzen, selbst und frei über seine Geschicke entscheiden. Damit uns niemand seinen Willen aufzwingt, müssen wir uns entsprechend wehren können. Dazu haben wir neben der Diplomatie als Machtmittel unsere Armee (die aus uns Bürgern besteht), welche sich mit Waffengewalt einem Aggressor widersetzen kann (respektiv können sollte).
Unser kleines Land, wo scheinbar «Milch und Honig» fliessen, ist für Zuzüger sehr attraktiv, da es zudem immer kleiner werdende Hürden und Auflagen dafür gibt. Wenn Zuzüger sich vollumfänglich integrieren und auch ihren nötigen Beitrag leisten, ist das sozial verträglich. Fakt ist, dass die Schweiz keinen Quadratmeter grösser wird, was bedeutet, dass man mit dieser Ressource haushälterisch umgehen muss. Wir leben heute in einer globalen, verführerischen und schnell drehenden Welt. Technische Fortschritte haben es möglich gemacht, dass «die Welt zu einem Dorf» wurde. Das stimmt jedoch nur theoretisch, da es immer noch Menschen sind, die bestimmen. Diese haben eine eigene Herkunft, eine eigene Erziehung, einen eigenen Glauben und auch eigene Ziele, was oft nicht mit unserem Gedankengut und unserer Kultur harmonisiert.
Unsere Bürger haben ein wichtiges Privileg. Sie können, wie kein anderes Land auf der Welt, direkt an der Urne über den Weg und die Zukunft unseres Landes abstimmen. Die Politiker, welche von uns gewählt werden, sind unsere Volksvertreter und haben dies auftragsgemäss zu erfüllen.
Leider haben einige Volksvertreter dies nach der Wahl schnell vergessen und handeln dann oft aus Partikularinteressen anders. Auch wird mit Bundeshaushalt nicht haushälterisch umgegangen und es wird Geld geradezu «verlocht». Oberstes Ziel unseres Bürgerstaates sollte sein: von den Bürgern – für die Bürger! In einer Firma würde man Mitarbeiter entlassen, wenn diese gegen die Interessen der Firma handeln oder Geld falsch investieren.
Wir von FORT.CH wurden lange wir als «ewig Gestrige» belächelt, weil wir unsere Zeit und Geld einsetzen, um alte Bunker und Festungen für die Nachwelt als Kulturgut mit Geschichte zu erhalten. Dies trotz vieler bürokratischen Auflagen und administrativen Hindernissen.
Vor 30 Jahren galt die politische Vorgabe, dass die Schweiz aufgrund der entspannten Weltlage und dem Motto «nie wieder Krieg», neu von Freunden umzingelt ist und dass man eine solche alte und kostenintensive Verteidigungs-Infrastruktur nicht mehr braucht. Also weg damit…. So wurde dann mit vorauseilendem Gehorsam und ohne gesunden Menschenverstand sehr viel teure Substanz zerstört oder verkauft (Munitionsfabrik) und das damalige Festungswachtkorps als Knowhow-Träger liquidiert.
Aufgrund der heute angespannten Lage hat sich diese Einstellung in der Armeeführung schlagartig um 180 Grad verändert. Mit der neuen Bedrohungslage mit Drohen und Raketen (Luftangriffe sind eigentlich nicht neu…) hat man festgestellt, dass man in einem Zelt oder Blechunterstand weniger gut geschützt ist als in einem Bunker. Bunker zu bauen, benötigt aber etwas, was man heute nicht hat: Zeit und Geld. Also besinnt man sich auf die vielen alten stillgelegten Anlagen, welche sich noch im Bundesbesitz befinden. Diese werden nun auf eine Wiederinbetriebnahme geprüft. Der Zahn der Zeit ging aber an diesen Bauwerken nicht unbemerkt vorüber. Was auch nicht mehr vorhanden ist, ist das nötige Knowhow. Dabei ist das Wissen, wie man solche unterirdischen Anlagen pflegt und in Betrieb halten kann, matchentscheidend.
An dieser Stelle danke ich allen Personen von FORT.CH, welche sich seit Jahren für den Erhalt unserer Bunker und Festungen einsetzen und so auch das Wissen an zukünftige Generationen weitergeben werden. Dieser wichtige Beitrag von den Mitgliedern von FORT.CH an der Schweizer Geschichte ist unbezahlbar.
Wir leben in einer unsicheren Zeit. Sicher ist nur das, was wir heute haben und worüber wir auch verfügen können. Deshalb müssen wir uns wieder auf die Schweizer Werte konzentrieren. Die Freiheit des Handelns hat langfristig nur jener, welcher über die nötige Unabhängigkeit, die Ressourcen, das Knowhow und sehr wichtig – auch den Willen dazu hat.
Nur wir können dies also ändern! In diesem Sinn wünsche ich allen FORT.CH Mitgliedern einen besinnlichen 1. August und danke für Euer Engagement für unsere Heimat.
Euer Präsident Werner Heeb




